Von Mäusen und Monstern – Zwei Spiele für zwischendurch
Posted on 1st September 2010Nachdem ich durch ein MMO namens Haven&Hearth, über welches ich schon seit längerem gedenke einen ausführlichen Artikel zu verfassen, Zugang zu einer relativ großen Gruppe von Onlinespielern aus aller Welt gefunden habe, möchte ich euch heute an einigen Entwicklungen eben dieser teilhaben lassen.
MMOs sind zeitaufwendig, ja geradezu suchtgefährend sagen einige. Doch selbst jene, die solche Spiele schätzen und lieben gelernt haben, finden oft nicht die Zeit sich jeden Tag stundenlang damit auseinander zu setzen, um mit dem durchschnittlichen Entwicklungsstand schritthalten zu können. Der Trend geht definitiv zu Spielen, welche man mal so eben zwischendurch zocken kann. Keine aufwändige Installation, kein stundenlanges Einfinden in komplexe Erfahrungs-, Inventar- und Questsysteme.
Doch wo findet man so etwas abseits der standadisierten Browsergames, welche einen nur eine handvoll Klicks am Tag machen lassen und einen (jedenfalls mich) schon ab dem dritten Tag anöden? Eben, in bereits existierenden Gemeinschaften von Spielern. Die meisten Leute mit denen ich besagtes Haven&Hearth gespielt habe, empfinden die selben Phänomene welche ich beschrieben habe. Sie wollten Unterhaltung die nicht zeitintensiv, dafür aber um so actionlastiger ist. Dadurch angetrieben förderte unser noch existierender Skypechannel zwei Perlen der Indie-MMOs zutage, die ich euch im Folgenden näher vorstellen möchte.
Eine Mischung aus Zelda und Diablo, mit guter alter Pixelgrafik. Einfach über den Browser gestartet, kann man sich anfangs für eine von 5 Klassen entscheiden (Krieger, Bogenschütze, Zauberer, Priester oder Dieb. Ganz klassisch also ^^). Durchläuft man nun das kurz gehaltene Tutorial, wird man in einer zufallsgenerierten Welt ausgesetzt, in der es von Monstern aller Couleur nur so wimmelt.
Doch muss man der Horde aus Bösewichten natürlich nicht alleine entgegentreten, schliesslich handelt es sich um ein MMO. Schnell finden sich, wie von magischer Hand geführt, kleine und größere Gruppen an Spielern zusammen, um gemeinsam stärker zu werden, bessere Ausrüstung zu finden und schliesslich den gefährlichsten Gegnern, den sogenannten Göttern die Stirn zu bieten (Götter ist hier ein inflationär gebrauchter Begriff, denn es gibt quasi unendlich viele von ihnen).
Das lustige, und manchmal auch sehr ärgerliche, daran ist, dass der eigene Tod permanent ist und man sich einen komplett neuen Charakter erstellen muss. Da die investierte Zeit, um das maximale Level zu erreichen allerdings auch verschwindend gering ist, stört einen ein solcher Verlust meist nur wenige Minuten. Danach befindet man sich schon wieder mitten im Getümmel mit seiner neuen Klasse.
Für erfahrene Spieler gibt es noch diverse Dungeons und schliesslich auch den Mad God selbst zu besiegen. Es ist also für genügend Abwechslung gesorgt und zusätzlich wird das Spiel quasi täglich weiterentwickelt, so dass man sich häufig über Neues freuen können wird. Die Gemeinschaft hier ist äußerst freundlich zueinander, denn selbst die erfahrensten Spieler können durch eine unbedachte Bewegung alles verlieren (glaubt mir, das passiert auch den Besten oft genug) und benötigen dann die Hilfe des Neulings, dem sie gerade noch ein Schwert geschenkt haben.
Sucht mich einfach mal auf dem Server Ogre unter Burgi. Ab und an renne ich dort mit meinem Paladin und einigen Freunden durch die Gegend.
Ganz anders und doch mindestens so viel Action, wie im zuvor beschriebenen Spiel. Hier seid ihr ein kleines Mäuslein, ausgesetzt in einem Raum voll von Unwegbarkeiten und wollt natürlich nur das Eine. Den Käse! Dazu müsst ihr Hindernisse überwinden und euch hüten in irgendwelche Abgründe zu fallen.
Klingt ganz einfach? Naja, theoretisch ist es das auch, wären da nicht die ganzen anderen Mäuse. Zwar benötigt ihr deren Unterstützung für so manchen Sprung oder Abhang, allerdings sind euch die anderen Nager bei fehlender Gruppenkoordination oft mehr Hinderniss denn Hilfe. Hinzu kommt noch der Obermäuserich in Form eines Schamanen. Zufällig jede Runde unter den Spielern ausgewählt und mit der Kraft ausgestattet diverse Maschinchen und ähnliche Hilfsmittel zu konstruieren. In den meisten Fällen geht jedoch auch hier irgendwas schief und die Maschine verselbstständigt sich. Eine tödliche Gefahr für euch und eure braunen Gefährten.
Wie bei Realm of the Mad God gilt, einfach Browserfenster öffnen, Namen eintippen und spielen.
Hoffe euch ein wenig Abwechslung für regnerische Herbst- oder langweilige Arbeitstage habe bieten zu können.

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