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Angstzustände

Die 5 häufigsten Angstzustände

Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen.

2013 wurde in Deutschland eine repräsentative Studie durchgeführt zum Gesundheitszustand der Deutschen.  15,3 % der Erwachsenen der 18 bis 79 jährigen hatten in den vergangenen zwölf Monaten eine Angststörung. Das entspricht ca. 10 Millionen Betroffene.

Die folgenden Angststörungen kamen am häufigsten vor wie Panikstörungen bei 2,0 % der Betroffenen, die generalisierte Angststörung bei 2,2 %, die soziale Phobie mit 2,7 % und die Platzangst (Agoraphobie) mit 4,0 %. Der restliche Anteil von 10,3 % waren spezifische Phobien.

Die Diagnosen bei Frauen sind sehr viel häufiger gestellt worden als bei Männern. Trotz ihrer Häufigkeit werden Angststörungen oft nicht richtig erkannt und behandelt.

Das liegt häufig daran, dass Angststörungen mit sehr viel körperlichen Symptomen einhergehen. Betroffene halten sich sehr häufig für körperlich krank und gehen dann von Arzt zu Arzt und lassen sich ständig organisch durchchecken.

Der Arzt kann natürlich keine organische Ursache finden und übersieht vielleicht die Möglichkeit einer Angststörung.

Für manche Betroffene ist ihre ständige Gereiztheit und Angst schon so normal geworden, dass sie sie für einen Wesenszug von sich selbst halten. Das wird dann dem Arzt gegenüber nicht erwähnt.

Manche Menschen schämen sich auch für ihre Angst und halten diese deshalb zurück, während andere Betroffene versuchen sich selbst mit Alkohol zu therapieren. Dadurch entsteht wiederum eine Alkoholabhängigkeit, die dann den tatsächlichen Auslöser, nämlich die Angststörung, überdeckt.

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Die 5 häufigsten Angststörungen und ihre typischen Symptome

💡 Panikstörungen (2,0%)

Panikstörungen haben sich in der Studie von 2013 als fünfthäufigste Angsterkrankung herausgestellt. Eine Panikstörung zeichnet sich durch wiederholte Panikattacken aus, die auch noch verbunden sind mit großen Veränderungen im Verhalten oder einer anhaltenden Angst vor der neuen Attacke.

Bei Panikattacken kommt es zu sehr starken körperlichen Symptomen wie

  • Herzrasen
  • Atemnot
  • Brustschmerzen
  • Schwindel
  • Schwitzen
  • Taubheit im Körper
  • Kribbeln in Armen und Beinen
  • Umgebung wird oft als unreal wahrgenommen

Viele Betroffene haben während der Attacke Angst davor verrückt zu werden oder zu sterben. Häufig treten Panikattacken wie aus heiterem Himmel und scheinbar ohne Grund auf .

Sehr viele erleben sie in der Öffentlichkeit. Eine Panikattacke kann auch stattfinden wenn man ruhig und entspannt im Bett liegt oder sogar schläft. Sie erreicht ihren Höhepunkt meist nach ca. 10 Minuten und ist in den allermeisten Fällen nach 20 -30 Minuten wieder vorbei. Eher selten ist die Dauer von 1 Stunde.

Manche Menschen erfahren vielleicht nur eine Panikattacke in ihrem Leben. Häufiger kommt es jedoch zu diesen wiederholten Attacken und das führt auch dazu, dass sehr viele Menschen extreme Angst vor den Attacken entwickeln.

Es entwickelt sich eine Angst vor der Angst und das führt auch dazu, dass viele Betroffene versuchen die Orte und Situationen zu meiden, wo sie zum ersten Mal eine Panikattacke hatten.

Somit besteht die Gefahr, dass sie sich immer mehr zurück ziehen und dann zum Beispiel auch zusätzlich eine Agoraphobie entwickeln.

💡 Generalisierte Angststörung (2,2%)

Die generalisierte Angststörung ist die vierthäuftigste Störung laut der Studie von 2013.

Die Betroffenen machen sich dabei ständige und übertriebene generalisierte Sorgen. Sie erwarten ständig das Schlimmste und machen sich z.B. große Sorgen, dass ihnen selbst oder ihren Angehörigen etwas passieren könnte.

Oft wird von den Betroffenen erkannt, dass diese Sorgen übertrieben und sehr belastend sind und trotzdem können sie sie nicht kontrollieren.

Manchmal können sie auch gar nicht sagen wofür oder wovor sie konkret Angst haben. Dieses ständige Gefühl der Unruhe und Angespanntheit, das ist immer da.

Typische Symptome sind eben diese starke innere Anspannung, die meistens auch mit Zittern, mit Muskelanspannung und Ruhelosigkeit einhergeht. Dazu kommt meistens auch noch

  • unkontrollierte Übererregbarkeit,
  • Beklemmungsgefühle,
  • Schwitzen,
  • Mundtrockenheit,
  • Schwindel,
  • eine erhöhte Aufmerksamkeit (Wachsamkeit), weil scheinbar überall eine „Gefahr“ droht

Daraus resultiert dann auch eine übermäßige Schreckhaftigkeit bis Reizbarkeit und die daraus entstehenden Schlafstörungen.

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💡 Soziale Phobie (2,7%)

Wer unter einer Sozialen Phobie leidet, der hat Angst vor dem Umgang mit Menschen. D.h. Angst sich vor anderen zu blamieren, Angst davor durch ungeschicktes Verhalten in eine peinliche Situation zu geraten oder auch negativ/unangenehm aufzufallen.

Deswegen vermeiden die Betroffenen so gut es geht den Umgang und Kontakt mit anderen Menschen. Potenziell Angst auslösen können dabei alle sozialen Situationen. Es gibt auch Soziale Phobien die sich ganz spezifisch auf eine bestimmte Situation oder bestimmte Personen beziehen wie zum Beispiel

  • Angst vor Vorträgen
  • vor größeren Gruppen zu reden
  • auch die Angst vor anderen Menschen zu essen
  • Angst vor Älteren
  • Respekt vor Autoritätspersonen

Die Soziale Phobie geht auch häufig mit einem niedrigen Selbstwertgefühl einher und mit der Furcht vor Kritik. Sie geht weit über die normale Schüchternheit hinaus.  Typische Symptome bei ihr sind auch die klassischen Angstsymptome: erhöhtes Schwitzen, vermehrter Harndrang, Hände zittern, Übelkeit, auch das Vermeiden von Blickkontakt.

💡 Agoraphobie (4,0%)

Agoraphobie wurde in der Studie von 2013 bei 4,0% der Teilnehmer diagnostiziert und gehört damit zu den zweithäufigsten Angststörungen.

Das Wort Agoraphobie stammt aus dem Griechischem und bedeutet wörtlich: Die Angst vor Marktplätzen.
Im übertragenen Sinne geht es bei der Agoraphobie um die Angst vor öffentlichen Orten, dass der Betroffene an diesen Orten in eine peinliche Situation geraten könnte, ein Entkommen dann nicht mehr möglich ist und er sich hilflos ausgeliefert fühlt.

Agoraphobien treten sehr häufig in Verbindung mit Panikattacken auf. Es wird vermutet, dass sich zuerst die Panikattacken entwickeln und dann daraus eine Agoraphobie entsteht, weil die Betroffenen Angst bekommen, dass sie an diesen öffentlichen Orten wieder eine Panikattacke kriegen könnten.

Menschen mit Agoraphobie haben also typischerweise Angst vor öffentlichen Orten und vor Menschenansammlungen.
Ebenso können sie auch Angst vor dem Autofahren haben sowie bei Flugzeugreisen oder auch vor einsamen entlegenen Orten wie dunkle, einsame Wälder. Betroffene befürchten ausgerechnet dann eine Panikattacke zu bekommen und das Hilfe nicht rechtzeitig eintrifft.

Auch Agoraphobien gehen mit den typischen Angstsymptomen einher wie z.B.

  • Schwitzen
  • Zittern
  • Atemnot
  • Gefühle von Beklemmung, Unsicherheit, Benommenheit, Ohnmachtsgefühle
  • Gefühle der Unwirklichkeit

Betroffene nehmen häufig ihre Umgebung als unreal war wie es auch bei Panikstörungen der Fall ist. Häufige Gedanken die die Betroffenen in solchen Situationen haben, wenn sie sich z.b. in Menschenansammlungen, auf einer Busfahrt o.ä. befinden, sind:

  • „Hoffentlich komme ich hier wieder lebend raus. Nein, nicht schon wieder.
  • Ich bekomme gleich einen Infarkt. Ich halte das nicht länger aus. Ich muss hier sofort raus…
  • Was werden nur die anderen denken und sagen, wenn sie mich so sehen?“

💡 Spezifische Phobien (10,3%)

Die Spezifischen Phobien stammen wie die Agoraphobie und die Soziale Phobie aus dem Bereich der Phobien und sind die häufigsten Angsterkrankungen, wie die Studie von 2013 zeigt.

Bei Spezifischen Phobien bezieht sich die Angst auf ganz bestimmte Objekte oder Situationen. Diese Ängste kennen wir fast alle oder zumindest aus unserem Umfeld:

  • Höhenangst
  • Flugangst
  • Angst vor Spinnen
  • vor Hunden
  • Angst vor Fahrstühlen, Blut, Wasser

Auch hier treten wieder die typischen Angstsymptome auf wie

  • Herzklopfen
  • Zittern
  • Schwitzen
  • fluchtartiges Verlassenwollen der Situation ohne Berücksichtigung anderer Gefahren

Z.B. das die betroffene Person Hals über Kopf wegrennt, wenn sie einen Hund sieht und dabei vorbeifahrende Autos übersieht. Dieses Vermeidungsverhalten ist ganz typisch für Angststörungen. Solche Ängste sind sehr weit verbreitet und viele Menschen haben sie in leichterer Ausprägung.

Wirkliche Angsterkrankungen sind dann vorhanden, wenn die Ängste erhebliches Leid verursachen: Wenn sie den Alltag, die sozialen Kontakte/Beziehungen und sozialen Aktivitäten so extrem beeinflussen, dass ein ungehindertes Leben nicht mehr möglich ist.

Eine Angststörung kann wie folgt aussehen: Jemand hat Angst vor Hunden. Diese Angst ist so groß, dass die betroffene Person sich nicht mehr (alleine) aus dem Haus traut, weil es passieren könnte, dass sie einem Hund begegnet.

Das beeinträchtigt den kompletten Alltag im Leben des Betroffenen und verursacht so viel Leid, weil ein normales und unbeschwertes Leben nicht mehr möglich ist. Diese Angststörung sollte am besten behandelt werden.

Wie du nun siehst sind Ängste in bestimmten Situationen ganz normal und in gewissen Ausprägungen müssen sie wahrscheinlich nicht behandelt werden. Doch wenn sie dich von einem sinnvollen und erfüllten Leben abhalten, dann handelt es sich eher um eine Angststörung.

Findest du dich in der einen oder anderen Beschreibung wieder? Dann kläre das mit deinem Arzt des Vertrauens, einem Psychiater oder auch Psychotherapeuten ab, weil Ängste und Angststörungen sehr gut behandelbar sind.

Je früher du damit anfängst, desto eher kannst du verhindern, dass sich die Angst in deinem Leben manifestiert und dich davon abhält ein glückliches und erfülltes Leben zu führen.

Oder möchtest du lieber erstmal mit einem Onlinekurs anfangen? Vielleicht reicht das ja aus. Dann klicke hier auf „Befreie dich von deiner Angst“.

Was ist achtsam sein?

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