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Rückschläge bei Panikattacken

Lerne mit Rückschlägen bei Panikattacken umzugehen

Rückschläge bei Panikattacken gehören auf dem Weg der Erholung dazu

Warum erlebst du Rückschläge, wenn du gerade anfängst zu lernen, mit deiner Angst umzugehen? Deine vermeidende und schützende Seite der Persönlichkeit wird aktiv, weil du dich durch die Angst und die entsprechenden Situationen unwohl fühlst.

Würdest du dein Angstproblem direkt konfrontieren, dann würde die schützende Seite deiner Persönlichkeit es vorziehen, diese Situation zu vermeiden. Deine schützende Seite ist nicht daran interessiert, dass du Risiken eingehst und fühlt sich wesentlich besser, wenn du dich nicht in eventuell „gefährliche“ Situationen begibst..

Wahrscheinlich sagt ein Teil in dir etwas ähnliches wie:

„Lass uns besser heute zu Hause in unserer Komfortzone bleiben. Hier passiert uns nichts und wir sind sicher.“

Dieser Anteil deiner Persönlichkeit denkt an deine Interessen. Tief in deinem Inneren weißt du allerdings, dass ein Leben wie in einem Kokon nicht zum persönlichen Glück führen kann.

Wenn du mit deinem Weg der Heilung beginnst, wirst du es sehr oft als neu und ungewohnt empfinden. Du wirst schon bald Bereiche in deinem Lebens meistern, die dir zuvor Probleme gemacht haben.

Deine schützende Seite tritt dann in den Hintergrund und beobachtet skeptisch, ob und welche Fortschritte du machst. Wie aus heiterem Himmel könnte sie sich dann aktiver zeigen, weil sie fürchtet, dass nach all diesem Fortschritt sich ein noch größerer (Rück-)Fall anbahnen könnte.

Während du dich ständig weiter nach oben bewegst, bekommt deine schützende Seite Angst und versucht dich auszubremsen. Dies wiederum führt zu einem Konflikt und lässt die Angstgefühle größer werden. Diese Gefühle können sehr stark sein und ähneln den zuvor erlebten, wie Panik oder allgemeines Unwohlsein. Vielleicht gibt es auch neue Empfindungen, die du noch nie erlebt hast.

Vielleicht geht es dir eine Woche lang gut, bis deine schützende Seite dir z.B. sagt:

„Ok, das machst du klasse. Wir machen uns endlich keine Sorgen mehr über Schwindelanfälle oder andere Beschwerden mehr. Doch wo kommt denn plötzlich diese Fiepen im Ohr her?

„Da kommt Ärger auf. . . JETZT WIRD ES ZEIT, DASS WIR UNS DARUM SORGEN MACHEN MÜSSEN.“

„Gratuliere: Endlich keine Panikattacken mehr und das seit einer Woche. Super. Fall darauf ja nicht herein. Weißt du was das bedeutet: es kommt eine wirklich GROSSE auf dich zu!“

Was macht das mit dir? 

Dein Selbstvertrauen wird durch solche Gedanken untergraben und du fühlst dich wieder verletzlich. Die Angst hat jetzt wieder die Möglichkeit,durch das Schwinden deines Selbstvertrauens, zurückkehren. Du bist dann wieder von deinen eigenen Gefühlen besessen. So eine Reaktion ist während des Heilungsprozesses kein Grund zur Sorge.

Hattest du vor kurzem einen Rückschlag erlebt? Dann lies bitte weiter und du erfährst, wie du damit am besten umgehen kannst.

  • Bist du der Meinung, dass Rückschläge unvermeidlich sind? Lass dich niemals von einem Rückschlag überzeugen, dass du keine Fortschritte machst. Es heißt nicht, dass deine Fortschritte nichtig sind. Rückschläge sind nicht vermeidbar, wenn du Heilung brauchst. Begegne ihnen mit Akzeptanz.
  • Rückschläge gehören zum Heilungsprozesses dazu. Wenn du die Angst hinter dir lassen willst, dann arbeite mit deiner schützenden Seite deiner Persönlichkeit zusammen. Zeige ihr, dass es keinen Grund gibt, sich zu fürchten.

Stell dir deine schützende Seite wie ein kleines Kind vor, das verhindern möchte, dass du (z.B. als Elternteil) etwas riskierst oder aus deiner Komfortzone heraustrittst. Sprich selber mit diesem Anteil von dir: Sage ihm, dass alles ok ist. Erkläre ihm warum es notwendig ist, sich mit dem Thema Angst zu befassen, um endlich wieder frei und glücklich sein zu können.

Manchmal fühlen sich Rückschläge wie mehrere große Schritte zurück an. Doch meistens erfolgen schnelle Fortschritte, wenn du dich deiner schützenden Seite bewußt wirst und dich mit ihr befasst.

Um deiner Heilung zu helfen ist es nun eine gute Gelegenheit ein neues Arbeitsverhältnis mit deiner schützenden Seite zu schaffen. Das Angstproblem lässt sich beenden, indem du ihr beibringst mit ihr den gemeinsamen Weg zu gehen, sie dabei ermutigst und ihr die Sicherheit gibst.

Der innere Konflikt verschwindet dadurch, weil all deine innere Energie sich in die gleiche Richtung bewegt.

Beharrlichkeit und Disziplin wird dich durch die Rückschläge führen und deinen Erfolg garantieren.
Bewusstsein ist Heilung

Dein Selbstvertrauen sollte intakt bleiben. Baue es auf der Vergangenheit auf, quasi auf der Basis eines jeden vergangenen Erfolges.

Die bisherigen Erfolge kannst du wie einen Film in deinem Kopf abspielen lassen, am besten bevor du schlafen gehst. All die ständigen Panikattacken, mit denen du lernen musstest umzugehen oder die ängstlichen Empfindungen… und doch hast du es immer wieder geschafft.

Allgemeine Angststörungen und insbesondere Panikattacken sind wahrscheinlich mit Abstand die furchterregendsten Erfahrungen, die einem Mensch widerfahren können.

Fühlst du dich in solchen Momenten so, als ob du selbst dem Tod gegenüber gestanden hättest? Leider ist das keine „kleine“ Sache, die du mal eben nebenbei in der Mittagspause bearbeitest.

Sei stolz auf deine Erfahrungen.

Du bist nicht feige, sondern du hast eine furchterregende Erfahrung überstanden. Und was noch viel beeindruckender ist: du hast trotzdem gearbeitet oder warst z.B. gerade beim Einkaufen.

Du hast weitergelebt.

Natürlich gibt es einige unangenehme Angsterinnerungen in deiner Vergangenheit. Am liebsten würdest du sie vergessen, doch die grundlegende Emotion, auf der du sie aufbaust hast ist, dass du überlebt hast. Du bist jetzt hier und lebst einen neuen, frischen Tag.

Wenn du die Quelle sei willst aus der du deine Kraft schöpfst, dann bau dir einen Schatz an Erinnerungen auf. Schreibe deine Erfolge in einem Notizbuch, Journal o.ä. auf. Verfestige diese.

Lies sie dir regelmäßig selber vor. Damit machst du die Erinnerungen realer.

Wenn du ein Tagebuch führst hast du einen schriftlichen Beweis für deinen Fortschritt: z.B. Ausflüge, die zuvor für dich nicht möglich waren oder besondere Tage, an denen du total vergessen hast, dass du ein Angstproblem hast. Diese Erfolge aufzuschreiben ist wichtig, damit es für deine schützende Seite einfacher ist, die großen Fortschritte zu ignorieren.

Selbstvertrauen ist genau wie Angst ansteckend. Schon bald wirst du bemerken, wie es sich auf andere Bereiche deines Lebens ausbreitet. Es verleiht dir eine Lebensqualität, die sogar der vor deines Angstproblems überlegen ist.

Konzentriere dich grundsätzlich immer auf deinen Erfolg. Er wird dein Leben wachsen und gedeihen lassen.

Bleib hartnäckig und am Ball. Kommt ein Rückschlag, dann verwandle ihn in die Möglichkeit dein Selbstvertrauen zu untermauern. Du kannst damit umgehen.

Bewege dich durch die Angst, egal wie sich in dem Augenblick dein Körper anfühlt. Am Ende kommst du mit einem Lächeln wieder heraus.

Falls du dran bleibst und dir regelmäßig wieder deine Erfolge ins Gedächtnis rufst, kannst du Rückschläge zu deinem Vorteil nutzen und somit Kraft aus deinen Erfahrungen schöpfen.

Erlebe die Rückschläge als sensible Momente und sei darum auch gütig zu dir selbst. Diese Momente sind nur das Ergebnis DEINES Verstandes, DICH zu schützen.

Lerne dein eigener, bester Freund zu werden.

Wenn du deine Freiheit wieder erleben willst, dann nimm deine schützende Seite an die Hand und zeige ihr, dass es nichts gibt, wovor sie sich zu fürchten hat.

Deine Heilung ist kein gradliniger Prozess.

Du brauchst deinen Erfolg nicht jeden Tag zu messen. Es gibt einige Tage an denen es super läuft und an anderen eher weniger. Das gehört zum Heilungsprozess dazu: Rege die bitte nicht darüber auf, wenn du an dem einen Tag erfolgreich warst und am nächsten Tag gescheitert bist.

Wenn du dein Endziel ständig vor Augen hast wird deine Beharrlichkeit dich auch dorthin tragen.

Der 20 Sekunden Countdown
Was kannst du tun, wenn die Angst wieder zurückkommt?

Hast du deine Angst besiegt kann es passieren, dass du an einem gewissen Punkt ihre Rückkehr befürchtest. Du kannst es auch den „Schatten der Angst“ nennen.

Begründet liegt es an der Sorge im Hinterkopf, dass eventuell die Angst mit einer so großen Macht zurückkehrt und damit dein Leben mal wieder auf den Kopf stellen könnte.

Die Angst hat einen so großen Einfluß auf das Leben vieler Menschen, dass solche Sorgen als normal angesehen werden. Wird dein Leben wieder stressiger kommt auch häufig die Angst vor einer Rückkehr zurück, denn es könnte sein, dass dieser Zustand dich wieder in eine allgemeine Angst versetzt.

Falls bei dir solch eine Sorge aufkommt vertraue darauf, dass alles ok ist.

Diese Sorge ist lediglich der Schatten der verschwundenen Angst basierend auf der Vergangenheit und nicht auf zukünftige Ereignisse. Nach 1-2 Tagen ist der Schatten der Angst dann wieder verschwunden und du kannst ihn wieder vergessen.

Erinnere dich an deine neuen Werkzeuge und den wachsenden Erfahrungsschatz, den du nun besitzt. Habe Vertrauen in dich selbst und deine Möglichkeiten, Dinge für dich zum Positiven zu verändern. Auf deinen Erfolg…

Hast du bereits angefangen?

Dankbarkeit und Angst

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